Der Sachverständigenausschuss der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen (ECRML) hat neue Berichte über Österreich und Serbien veröffentlicht. Die Berichte enthalten eine allgemeine Bewertung der Lage und eine Einschätzung der Situation jeder von der Charta abgedeckten Sprache, wobei der Ausschuss beurteilt, ob eine Verbesserung, Verschlechterung oder keine Änderung zu verzeichnen ist.
In seinem Bericht über Österreich stellt der Sachverständigenausschuss positive Entwicklungen fest, etwa die vermehrte Unterstützung der Sprachen ethnischer Minderheiten, aber auch weiterhin Lücken bei der Umsetzung der Charta. Die Charta ist in Österreich 2001 in Kraft getreten und gilt für Burgenlandkroatisch, Tschechisch, Ungarisch, Romanes, Slowakisch und Slowenisch.
In dem Bericht über Serbien erklärt der Sachverständigenausschuss, dass Serbien bei der Umsetzung seiner Verpflichtungen in den vergangenen fünf Jahren Fortschritte erzielt hat, betont aber gleichzeitig, dass es nötig ist, zweisprachigen Unterricht zu fördern, die Verwendung von Minderheitensprachen in den Medien auszuweiten und die nationalen Räte der Minderheiten zu stärken. Die Charta ist in Serbien 2006 in Kraft getreten und gilt für Albanisch, Bosnisch, Bulgarisch, Bunjewakisch, Deutsch, Kroatisch, Mazedonisch, Romanes, Rumänisch, Ruthenisch, Slowakisch, Tschechisch, Ukrainisch, Ungarisch und Walachisch.
Pressemitteilung
Österreich: Minderheitensprachen-Bericht begrüßt vermehrte Unterstützung der Sprachen ethnischer Minderheiten, doch Lücken bleiben [EN]